Chronik des Aktionsbündnisses

Der Osser

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Der Osser – das “Matterhorn des Bayrischen Waldes” (Bild privat)

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Lage des Oberbeckens zwischen den Ossergipfeln

Der Osser mit seinen zwei markanten, spitzen Gipfeln liegt im Bayrischen Wald und gehört zum Künischen Gebirge. Der große Osser ist 1.293 m hoch, der kleine Osser 1.266 m.

Zu Füßen des Ossers befinden sich die Marktgemeinde Lam und die kleine Ortschaft Engelshütt.

Der Osser ist ein reiner Wanderberg ohne Lift oder Zufahrtsstraße, mit einem Schutzhaus auf dem großen Gipfel. Er zählt zu den schönsten Bergen in ganz Deutschland und gehört zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns. Der Osser besteht nicht aus Granit und Gneis wie die Berge herum, sondern aus dem seltenen Glimmerschiefer. Am Osser entspringen viele wichtige Trinkwasserquellen für den Lamer Winkel und ist deshalb als Trinkwasserschutzgebiet ausgewiesen.

Als Wanderberg wird er sowohl von der tschechischen Seite als auch von der deutschen Seite von tausenden Menschen bestiegen, die sich dort erholen und an der wunderbaren Landschaft und Aussicht erfreuen.

Die Osserwiese auf dem kleinen Osser ist als FFH ausgewiesen. Auf dem Berg findet man seltene Pflanzen wie Borstgras, Rollfarn und Dreifaltige Binse, außerdem streng unter Naturschutz stehende Tiere wie den hier brütenden Auerhahn und den Bergpieper.

Der Ort Engelshütt

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Lage des Unterbeckens in Engelshütt

Der kleine Ort Engelshütt mit ca. 140 Einwohnern wird wegen seiner idyllischen, ruhigen Lage, ebenfalls am Fuße des Ossers gelegen, jährlich von vielen Feriengästen besucht. Hier war wohl zwischen 1280 und 1320 der Standort der ersten Glashütte des Lamer Winkels. Die sehenswerte Dorfkapelle St. Erasmus mitten im Ort wurde 1745 als Dank von den Bewohnern erbaut, weil sie von einer Viehseuche verschont wurden. 1978 wurde Engelshütt der Marktgemeinde Lam eingefügt.


 

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Entstehung des Bündnisses

Im November, bei der Bürgerversammlung in Lam, wurde erstmals das Pumpspeicherwerk mit einem Satz erwähnt. Im Februar und März des Jahres 2014 wurden Gerüchte laut, dass auf dem Osser ein Pumpspeicherkraftwerk gebaut werden soll. Bei verschiedenen Wahlveranstaltungen von CSU, CSU-FW Umland, CSU-Lam hat Zukunft und UFB wurden diese Gerüchte konkreter und nahmen als Tatsachen Gestalt an. Und so wurde öffentlich bekannt, dass tatsächlich ein Pumpspeicherkraftwerk auf dem Osser und in Engelshütt in Planung ist. Das heißt, die Bevölkerung war bis dahin nicht informiert.

Es wurde uns bewusst, dass man gegen dieses Vorhaben einschreiten muss.


Gründung des Aktionsbündnisses

Aktionsbündnis Gründungsfoto vom 20. März 2014

Aktionsbündnis Gründungsfoto vom 20. März 2014 (privat)

Am Abend des 20. März 2014 trafen sich im Hotel Bayerwald in Lam ca. 20 Personen, um ein Aktionsbündnis gegen das PSW auf dem Osser zu gründen.

  1. Vorstand         : Erwin Molzan
  2. Vorstand         : Erwin Pfeffer
  3. Kassier             : Walter Wanninger
  4. Schriftführerin : erst Bettina Weiss, seit August 2014 Emmi Kollross

Anschließend fand ein überaus gut besuchter Infoabend für die Bürger (ca. 200 Leute) statt, bei dem deutlich wurde, wie viele Menschen das PSW ablehnen oder ihm zumindest sehr kritisch gegenüberstehen.

Gleichzeitig wurde vom Bündnis zur Unterschriftenaktion aufgerufen und dazu wurden Listen ausgelegt oder den Leuten zum Sammeln mitgegeben.

Dieser erste Infoabend wurde von TVA Regensburg aufgezeichnet und gesendet. Außerdem berichtete BR 1 darüber, sowie die örtlichen Zeitungen.

http://www.tvaktuell.com/mediathek/video/osser-neue-details-zum-pumpspeicherkraftwerk/#.U_9zJGNQRrY


 Chronik des Aktionsbündnisses gegen das PSW am Osser und in Engelshütt

  1. Am 16. April 2014 wurde von der Familie Kollross ein Flyer entworfen und gedruckt.  Das TVA sowie die örtlichen Zeitungen berichteten darüber.

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2. In der Zeitung wurden etliche Leserbriefe von Bündnismitgliedern und Gegnern des PSW abgedruckt.

Leserbrief CIMG8765    von Erwin Pfeffer

LB_Christsoziales_Machtdenkmal    – von Simon Kollross

Leserbrief von Erwin Pfeffer vom Februar 2014/ Mai 2014

 

Am 21. April 2014, dem Ostermontag, fand ein Protestmarsch, organisiert vom Aktionsbündnis zum Osser statt, an dem sich etwa 100 Personen beteiligten.

Zu diesem Zeitpunkt betrug die Zahl der gesammelten Unterschriften schon 2000.

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Am Sattelparkplatz vor dem Aufstieg (Bild privat)

4. Am 16. Mai 2014 fand ein längeres Gespräch im Rahmen der Bürgersprechstunde zwischen dem CSU-Abgeordneten Dr. Gerhard Hopp und dem 2. Vorsitzenden Erwin Pfeffer und Walter Wanninger vom Aktionsbündnis statt. Zu diesem Zeitpunkt war der Stand der Unterschriftenaktion bei 5500 Unterschriften angelangt. Herr Dr. Gerhard Hopp wusste von diesem Projekt nichts.

5. Auf Einladung des Generalvikars Michael Fuchs vom Bischöflichen Stuhl in Regensburg wurden am 22. Mai 2014 von den beiden Vorsitzenden Erwin Molzan und Erwin Pfeffer sowie von Walter Wanninger in Regensburg 5500 Unterschriften dem Generalvikar persönlich überreicht. Bei einem längeren Meinungsaustausch wurde deutlich, dass von Seiten der Kirche noch keine Pachtoption unterschrieben ist.

TVA berichtete in einem Beitrag am gleichen Abend darüber.

http://www.tvaktuell.com/mediathek/video/landkreisfenster-cham-vom-23-05-2014/#.U_95VmNQRrY

6. Am 2. Juni 2014 teilte die Regierung der Oberpfalz mit, dass sie ein Raumordnungsverfahren wegen dem geplanten PSW für notwendig hält und forderte gleichzeitig die Firma Vispiron auf, die notwendigen Projektunterlagen einzureichen.

7. Am Pfingstsamstag, den 7. Juni 2014 vormittags um 10.00 Uhr fand im Saal des Hotels ,,Zum Hirschen“ in Lam eine Informationsveranstaltung der Firma Vispiron statt, die trotz Pfingsten und großer Hitze überaus gut besucht war. Zugegen waren neben vielen Einwohnern von Lam und Umgebung auch der Bürgermeister Paul Roßberger mit einigen Gemeinderäten, der Landrat von Cham, Herr Löffler, sowie viele Mitglieder des Aktionsbündnisses. Anschließend kam es zu einer sehr regen Diskussion, bei der die meisten Bürger ihrem Unmut über das Projekt kundtaten.

Das TVA strahlte noch am gleichen Abend einen Beitrag darüber aus, auch BR 1 und Vertreter der regionalen Zeitungen berichteten über die Veranstaltung.

Kraftwerk steht

Presseartikel aus der Mittelbayrischen vom 09.06.2014

8. Am 20. Juni 2014 berichtete die Süddeutsche Zeitung in ihrem Artikel ,,Ein Berg voller Probleme“ über das Aktionsbündis und das geplante Projekt.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/pumpspeicherkraftwerk-amosser-ein-berg-voller-probleme-1.2006430

9. Auf diesen Artikel hin fragte die Sendung ,,Quer“ an und sendete dann am 24. Juni 2014 einen Beitrag innerhalb der Sendung ,,Quer“ über das Aktionsbündis und das geplante Bauvorhaben. Ministerin Aigner sprach in diesem Zusammenhang von einem zu erwartenden Gesamtkonzept zur Energiewende.

Die Zahl der Unterschriften betrug nun ca. 6500.

10. Am 24. Juni 2014 überreichten Anwohner des geplanten Unterbeckens des PSW von Engelshütt, Schmelz und Buchetbühl, vertreten durch Erwin Pfeffer und Christian Billig, dem Landrat Löffler einen Brief mit den Sorgen und Bedenken dieser Bürger. Der Brief wurde von mehr als 80% der Anwohner unterschrieben.

11. Am 02. Juli 2014 übergab das “Aktionsbündnis 6.700 Unterschriften an den Regierungspräsidenten der Oberpfalz

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12. Am 12. Juli 2014 fand ein Lokaltermin von Anwohnern des geplanten Unterbeckens des PSW in Engelshütt im Ortsteil Mühlfelder mit dem Bürgermeister Paul Roßberger und Gemeinderäten statt. Die betroffenen Anwohner legten dabei ihre Befürchtungen und Sorgen dar.

http://www.mittelbayerische.de/region/cham/cham/artikel/osserkraftwerk-buergermeister-wackelt/1092259/osserkraftwerk-buergermeister-wackelt.html

13.   Am 19. August 2014 gründet Vispiron einen Beirat mit 20 Mitgliedern. Einige wollten weder genannt, noch fotografiert werden.

Beirat Vispiron “Auszug aus der Mittelbayrischen vom 21.08.2014”

14. Am Abend des 24. August 2014 um 19.00 Uhr fand auf Einladung des Aktionsbündnisses im Gasthaus ,,Sölln“ in Engelshütt eine Informationsveranstaltung für die Lamer Markträte statt.

Anwesend waren von den Markträten: Jarosch Stefan, Kellner Konrad, Paulus Gerd, Zitzl Willi, Obermeier Eva, Pritzl Petra, Raab Silvia, Obermeier-Frisch Stephi, Kollross Emmi und Bürgermeister Paul Rossberger. Vom Marktrat waren nicht anwesend: Franz-Josef Brandl, Alois Vogl, Neumeier Josef, Geiger Thomas und Lemberger Ulrich.

Außerdem war Pfarrer Ambros Trummer unserer Einladung gefolgt. Die Mitglieder des Bündnisses Erwin Molzan, Erwin Pfeffer, sowie Betriebswirtschaftler Stephan Koch und Christian Billig trugen ihre Argumente, Recherchen und Bedenken vor. Simon Kollross führte Protokoll. Anwesend waren auch Renate Roßberger vom BR1 und die Vertreter der regionalen Zeitungen (Astrid Fischer-Stahl und Maria Frisch).

Die Zahl der Unterschriftenaktion liegt nunmehr bei 7200.

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Zeitungsbericht aus der Kötztinger Umschau vom Dienstag, den 26.08.2014

15. Ende September wird die breite Öffentlichkeit vom Aktionsbündnis informiert. Der Termin wird demnächst in der Presse bekannt gegeben.

 

16.  04.09.2014 – Unser Banner ist fertig:

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Vielen Dank an Matthias Seidl vom Gasthof “Zur Sölln” für seine Bereitschaft, das Banner aufzuhängen. Ein Dank für die Ausarbeitung und Gestaltung geht auch noch an die “Medienagentur Franta” insbesondere Ernst Franta und “Web3iT” Simon Kollross. Das Plakat fällt bestimmt auf.

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17. Leserbrief von Erwin Pfeffer, der in dieser Form von der Kötztinger Zeitung nicht angenommen wurde:

Stellungnahme zu Ihrem Artikel „Miteinander reden, ohne sich zu bekriegen“ vom 2. Sept. 2014

Kein Interesse am tatsächlichen Sachverhalt?

In Ihrem Artikel “Miteinander reden, ohne sich zu bekriegen”  haben Sie eine Reihe von unhaltbaren Behauptungen veröffentlicht, die mit kritischer Berichterstattung nichts zu tun haben.

1. Es wird nicht hinterfragt, wenn der Geschäftsführer der Planungsfirma Vispiron Florian Schönberger behauptet, dass die Höhere und Untere Naturschutzbehörde den Standort des Obersees zwischen den Hauptwanderweg und dem Wanderweg zur Osserwiese vorgeschlagen haben.
Ich habe bei der Unteren Behörde nachgefragt, weil ich mir sicher war, dass sich diese Behörde neutral zu diesem Bauvorhaben verhält und als Antwort erhalten, dass kein Vorschlag gemacht wurde (Auskunft liegt der Red. vor). Will man die Zerstörung des Ossers den Behörden zuschieben? Derartige Aussagen bringen die verantwortlichen Behörden in Misskredit!

2. Es wird ebenso nicht hinterfragt, wenn der Geschäftsführer der Planungsfirma behauptet, im Raumordnungsverfahren werde zudem der maximale Schallpegel festgelegt. Richtig ist, dass die Genehmigungsbehörde die Einhaltung der Immissionsrichtwerte überprüft.

Wenn sich die Anlieger in der Nähe des Turbinenhauses belästigt fühlen, ist also die Genehmigungsbehörde verantwortlich?

3. Mit ein bisschen Sachverstand sollte man erkennen, dass die Sätze unter dem Foto des Auerhuhnexperten Karl-Heinz Schindlatz unsinnig sind. Er soll der Meinung sein, dass das Auerwild nach Abschluss des Bauvorhabens wieder am Osser siedeln werde. Kann er das mit Bestimmtheit sagen oder ist dies vielleicht nur möglich? Was hat er wirklich gesagt?

Kann es sein, dass Ihre Zeitung dem Konzern Vispiron eine Plattform bietet, um deren plumpe Argumentation der Bevölkerung unterzuschieben? Soll dadurch die Akzeptanz gegenüber dem Pumpspeicherwerk verbessert werden? Dieser Artikel ist ganz bestimmt kein Beitrag für eine sachliche Diskussion über das Für und Wider des Pumpspeicherwerkes am Osser. Er verleitet eher dazu, „sich zu bekriegen, ohne miteinander zu reden“.

Erwin Pfeffer, Lam – Buchebühl

2. Vorsitzender Aktionsbündnis

„Gegen das Pumpspeicherwerk am Osser“

18.Die Ereignisse überschlagen sich…

Links der Mittelbayerischen Zeitung vom 07.09. 2014

http://www.mittelbayerische.de/region/cham/cham/artikel/pumpspeicherkraftwerk-am-osser-gestorben/1116862/pumpspeicherkraftwerk-am-osser-gestorben.html

Wir haben uns zu früh gefreut…

http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/mz-kommentar-kein-geschaeft/1117333/mz-kommentar-kein-geschaeft.html

… und haben nicht mit der Hartnäckigkeit von einem Investitionsvolumen von 100 Mio. Euro gerechnet…

http://www.mittelbayerische.de/region/cham/cham/artikel/politisches-aus-soll-nicht-das-ende-sein/1117388/politisches-aus-soll-nicht-das-ende-sein.html

19. Leserbreif Erwin Pfeffer vom 12.09.2014

“Wer kann Roughani noch stoppen?”

http://www.gegen-psw-osser.de/wp-content/uploads/2014/09/Lbr_Erwin_Stopp-Roughani_Ztg_12-09-14.pdf

20. Einladung zur Infoveranstaltung des Bündnisses vom 13.09.2014

Einladung zur Infoveranstaltung des Aktionsbündnisses

Das Aktionsbündnis „Gegen das Pumpspeicherwerk am Osser“ lädt alle Interessierten am Samstag, den 27. September 2014 um 19.00 Uhr in den Saal des Hotels zur Post ein.

Da in letzter Zeit die Fa. Vispiron mit Presseerklärungen an die Öffentlichkeit ging, mit der wir nicht einig gehen können, werden wir allen Interessierten unsere Argumente, die gegen ein Pumpspeicherkraftwerk am Osser sprechen, in dieser Veranstaltung darlegen. Seit dieser Woche hat sich auch der Bund Naturschutz in Form einer Presseerklärung klar gegen dieses Projekt am Osser ausgesprochen. Die Aussage unserer Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, „dass sich unter den aktuellen Marktbedingungen die Pumpspeicherkraftwerke nicht wirtschaftlich betreiben lassen und dass dies auch für den Osser gilt“ sorgte beim Aktionsbündnis für große Erleichterung. Zudem ließ Aigner verlauten, dass der Schutz der Natur und die Akzeptanz in der Bevölkerung eine große Rolle spielen. Wir wissen jetzt, auch die Landesregierung steht hinter uns. Leider stört diese Tatsache die Firma Vispiron wenig.

Das Statement, warum wir uns für den Erhalt des Ossers in seiner einzigartigen Schönheit und Ursprünglichkeit als auch für den Naturschutz einsetzen, wird von Erwin Molzan übernommen. Die technische Seite eines Kraftwerks sowie die Bedeutung des PSWs für die Energiewende wird Erwin Pfeffer übernehmen. Die Anwohnersicht / negative Einflüsse des Talbeckens sowie des Kraftwerkhauses wird Christian Billig vertreten. Mittlerweile gibt es auch schon Informationen von anderen Bürgermeistern über die Firma Vispiron. Außerdem birgt dieses Projekt auch Gefahren für unsere Trinkwasserversorgung. Den Part „Wirtschaftlichkeit und Gewerbesteuer“ belegt Stephan Koch mit fundierten Daten.

Anschließend besteht noch die Möglichkeit zur Diskussion.

Diese Veranstaltung läuft unter dem Titel: „Hilfe, der Osser ist in Gefahr!“

Über einen zahlreichen Besuch, vor allem vieler Lamer Bürger, würden wir uns freuen. Schließlich geht dieses Thema uns alle an.

21. Leserbrief von Simon Kollross vom Samstag, den 13.09.2014

http://www.gegen-psw-osser.de/wp-content/uploads/2014/09/Leserbr_Simon_13-09-14.pdf

22. Leserbrief von Erwin Molzan vom Montag, den 15.09.2014

http://www.gegen-psw-osser.de/wp-content/uploads/2014/09/Da-irrt-Herr-Stuhlfelner-1.jpg

23. Infoveranstaltung am 27. September 2014 um 19.00 Uhr im Hotel “Zur Post” in Lam

http://www.mittelbayerische.de/region/cham/cham/artikel/die-angst-vor-einem-auslaufmodell/1126853/die-angst-vor-einem-auslaufmodell.html

Am 27. September 2014 fand um 19.00 Uhr im Saal des Hotels zur Post eine Informationsveranstaltung des Aktionsbündnisses gegen das PSW am Osser statt, um unsere Argumente und Befürchtungen der Öffentlichkeit darzulegen. Es kamen über 200 Zuschauer, darunter Vertreter der Freien Wähler wie MdL Dr. Klar Vetter, Hans Kraus und Hans Stangl sowie die Chamer Bürgermeisterin Karin Bucher und Verteter von Vispiron. Nicht erschienen sind der Lamer Bürgermeister Roßberger so wie alle männlichen Markträte.

Der Bündnisvorsitzende Erwin Molzan sprach nochmals eindringlich über die schützenswerte Schönheit und Natur am Osser, über das gefährdete Trinkwasser und die zu erwartenden, katastrophalen Folgen dieses schrecklichen Eingriffs.

Erwin Pfeffer, der 2.Vorsitzende, ging auf die Bedeutung des PSW für die Energiewende ein und stellte klar, dass viele namhafte Untersuchungsergebnisse wie das von Professor Sterner oder der Speicher Roadmap belegen, dass wir kein PSW brauchen. Die Zukunft liegt z.B in Batteriekraftwerken wie dem in Schwerin und im Ausbau von Übertragungsnetzen.

Stefan Koch, Betriebswirt, stellte klar, dass die Gemeinde sich hinsichtlich eines Geldsegens von 5 Millionen Euro falsche Illusionen mache. Mit Gewerbesteuereinnahmen während der Bauphase und der Betriebsphase sei nicht zu rechnen. Außerdem sah er keine ausreichende Haftung bei Schäden gegeben.

Christian Billig, Elektroingenieur und Anwohner, nannte die Lage des Unterbeckens nach wie vor unzumutbar für alle Anwohner und äußerte den Verdacht auf Billigbauweise. Außerdem sei ein PSW ein Auslaufmodell und rentiere sich nicht mehr. Aber einmal gebaut, wer baut es wieder ab? Keiner der Anwohner will eine finanzielle Entschädigung, sondern ganz einfach überhaupt kein PSW!

Professor Peter Löffelmann, einer der führenden Anwälte für Baurecht und gebürtiger Lamer, wunderte sich sehr über die Abwesenheit von Gemeinderat und Bürgermeister und deren Desinteresse an der Veranstaltung.

Vispiron führe Gemeinderat und Behörden an der Nase herum wie Ochsen, denn Pumpenstrom ist keine erneuerbare Energie, sondern ebenfalls Stromverbraucher, außerdem ist ein PSW ein Auslaufmodell. Über die Bauweise dieses geplanten PSW fühle er sich verarscht. Er kritisierte fehlende Referenzen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Seiten der Firma Vispiron. Er liebe den Osser, seinen Heimatberg, und werde mithelfen, dieses Vorhaben zu verhindern.

Erwin Molzan schloss nach vielen gegen das PSW gerichteten Wortmeldungen mit einer Einladung an die Vertreter von Vispiron, sie könnten gerne Urlaub hier machen, aber ihr PSW wollen wir auf keinen Fall!

24. Im Bund und in Bayern herrscht Chaos! – Freie Wähler Landtagsfrakton besuchte am 13. Oktober 2014 Lam

http://www.mittelbayerische.de/region/cham/cham/artikel/im-bund-und-in-bayern-herrscht-chaos/1135098/im-bund-und-in-bayern-herrscht-chaos.html#113509

FW- Vorsitzender und MdL Hubert Aiwanger in Lam!

Am Montag, den 13. Oktober 2014 hielten die Freien Wähler im Hotel Bayerwald in Lam um 19.00 Uhr eine Versammlung ab, zu der sie das Aktionsbündnis, den Bürgermeister und die Markträte, einen Vertreter von Vispiron, den 2. Bürgermeister Wolfgang Pilz von Bad Kötzting und die Lamer Bevölkerung eingeladen hatten!
Anwesend waren auch MdL Dr. Karl Vetter, MdL Thorsten Glauber und der FW-Kreisvorsitzende Hans Kraus. Vor der Versammlung trafen sich Herr Aiwanger und seine Kollegen mit einer Delegation von Anwohnern, Bürgermeister und Markträten so wie Herrn Schönberger von Vispiron in Engelshütt, um sich vor Ort informieren zu lassen. Danach wurde auch noch der Standort am Osser besichtigt!
Bei der anschließenden Versammlung betonte der Bündnisvorsitzende Erwin Molzan zum wiederholten Mal, dass so etwas Kostbares wie der Geotop Osser und damit auch unsere Heimat nicht zerstört werden dürfe. Sie müssen auch unseren Nachkommen weiterhin in ihrer einzigartigen Schönheit zur Verfügung stehen können. Er stellte auch die Frage, wer denn die
Initialzündung für das ungewollte PSW gegeben habe und appellierte an das Bistum, endlich von der Verpachtung der benötigten Wälder abzusehen!
Unser Wirtschaftsfachmann Stephan Koch erklärte noch mal, dass die von der Gemeinde erwarteten Gewerbesteuereinnahmen unrealistisch sind!
Christian Billig prognostizierte, dass die Natur am Osser die gewaltigen Eingriffe nicht verkraften werde und das ganze Projekt schon allein wegen der enormen Gefahr für unser kostbares, gutes Trinkwasser abgelehnt werden müsse. Kein Verständnis zeigte er für die Haltung des Lamer Marktrates, speziell der CSU, den Osser für ein unnötiges Projekt opfern zu wollen.
Schönberger von Vispiron meinte doch tatsächlich, eine Gefährdung des Trinkwassers sei baufachlich auszuschließen. Außerdem meinte er doch tatsächlich, am Osser könne der Naturschutz außer acht gelassen werden, weil es dort sowieso zuginge wie in einer Fußgängerzone.
Bei der anschließenden Fragestunde wurde wieder einmal mehr als deutlich, wie sehr das PSW von der Bevölkerung abgelehnt wird.
Dr. Karl Vetter machte in seinem Schlusswort keinen Hehl aus seinen Zweifeln an diesem Projekt und gab Lam den dringenden Rat, sich eine jahrzehntelange Bürgschaft geben zu lassen.
Am Tag darauf wurde im Bayern 1 in den Nachrichten verkündet, dass sich der FW- Vorsitzende Hubert Aiwanger deutlich gegen das PSW am Osser ausgesprochen hat!!!

25. Aktionsbündnis bei Wirtschaftsministerin Ilse Aigner 27. November 2014

Am 27. November 2014 hatte das Aktionsbündnis einen Termin bei der Wirtschaftsministerin Ilse Aigner im Landtag in München!

Pünktlich um 14.00 Uhr wurden die beiden Bündnisvorsitzenden Erwin Molzan und Erwin Pfeffer! mit Christian Billig und Edeltraut Winterstetter von der Staatsministerin und ihrem Stab empfangen!

Die stellvertretende Ministerpräsidentin nahm sich für das Gespräch fast eine ganze Stunde Zeit und hatte dafür extra eine laufende Plenarsitzung unterbrochen. Alle Vertreter unseres Bündnisses trugen ihre Argumente vor, wobei die Staatsministerin aufmerksam zuhörte und nachfragte. Als sie den Wunsch äußerte, den Osser mal kennenlernen zu wollen, wurde sie von unseren Vertretern zu einem Besuch in unsere Heimat eingeladen. Gleichzeitig wurde das Bündnis zum Energiedialog des bayrischen Wirtschaftsministerium und zur Podiumsdiskussion eingeladen, was Erwin Pfeffer und Christian Billig spontan annahmen!

Der Bündnisvorsitzende Erwin Molzan übergab der Staatsministerin unseren Ordner mit mittlerweile fast 8000 Unterschriften gegen das PSW am Osser und sprach am Ende des Gesprächs die Hoffnung aus, dass Ilse Aigners Aussage vom September immer noch Gültigkeit hat.

Besuch Ilse Aigner am 27. November in München – Zusammengestellt von Erwin Molzan:

warten auf den terminDie Ministerin und ihre Berater...Molzan und Aignerfast 8.000 Stimmen gegen das PSWdes is scho gscheid nah dran...

Seit November 2014 sind Erwin Pfeffer und Christian Billig beim Energiedialog der Bay. Staatsregierung dabei!

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26. Samstag, den 10.01.2015 um 19.00 Uhr im Hotel “Das Bayerwald”

Das Aktionsbündnis lud zu einer Versammlung um 19.00 Uhr für die Mitglieder und Freunde in das Hotel Bayerwald ein. Der Vorsitzende Erwin Molzan begrüßte die Anwesenden und begann mit dem ersten Vortrag.

Er gab einen Rückblick auf das vergangene Jahr vom Aufkommen der ersten Gerüchte über ein PSW am Osser bis zur Einladung des Aktionsbündnisses von Ministerin Ilse Aigner nach München. Er bedankte sich nochmals bei allen Helfern und gab das Wort weiter an den Kassier Walter Wanninger. Er sprach kurz über Einnahmen und Ausgaben.

Anschließend machte der 2. Vorsitzende Erwin Pfeffer wieder einmal deutlich, was massiv gegen das PSW spricht. Er erzählte vom Energiedialog in München, an dem er mit Christian Billig auf Einladung der Ministerin teilnimmt. Nicht dabei ist entgegen eines Artikels einer Zeitung Vispiron.

Schriftführerin Emmi Kollross berichtete über den Stand der Dinge in der aktuellen Politik.

Frisch aus München kommend erzählte Christian Billig vom Energiedialog. Dort würde gerade über Pumpspeicherkraftwerke und vielversprechende Alternativen diskutiert.

Anschließend folgte ein kurzer Meinungsaustausch der anwesenden Mitglieder, bevor sich Erwin Molzan bei allen bedankte und die Versammlung beendete.

27. Montag, der 02. Feburar 2015 in MünchenDSCN0400Prof.Dr.Weiger Bund Naturschutz, kennt die einzigartige Natur am Osser sehr gut und ermutigt das Aktionsbündnis weiterhin gegen den Bau des PSWs zu kämpfen

Im Freistaat wurden bislang annähernd 50 Prozent des Stroms aus Kernenergie erzeugt. Kein anderes Bundesland muss seine Energieversorgung deshalb so grundlegend umbauen. Aufgabe des dreimonatigen Energiedialogs im Bay. Wirtschaftsministerium war deshalb nach Lösungen zu suchen, um nach dem Abschalten der letzten Atomkraftwerke die Stromversorgung sicher zu stellen. Christian Billig und Erwin Pfeffer wurden von Ilse Aigner persönlich eingeladen, um mit den Entscheidungsführern aus Wissenschaft, Industrie und Naturschutzverbänden Möglichkeiten zur Versorgungssicherheit zu untersuchen und zu bewerten. In der Schlussveranstaltung wurden die Ergebnisse des Energiedialogs mit dem Motto – sicher, bezahlbar, sauber – bekannt gegeben. Danach gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten, den Strombedarf nach 2022 sicherzustellen: favorisiert sind moderne, hocheffiziente Gaskraftwerke, die eins zu eins die abgeschalteten Atomkraftwerke ersetzen. Im Vordergrund steht außerdem, dass viele dezentrale Heizkraftwerke, ähnlich dem Hackschnitzel-Heizkraftwerk in Cham, Strom und Fernwärme erzeugen und damit einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Die Wichtigkeit dieser KWK Anlagen unterstrichen auch die Vertreterin des Bundeswirtschaftsministeriums Fr.Dr.Freyer und Prof.Dr. Weiger vom Bund Naturschutz. Letztlich kann durch Stromaustausch Strom aus anderen Regionen bezogen, bzw. überschüssiger Strom wieder überregional abgegeben werden, was den Ausbau von Übertragungsleitungen, den sogenannten Gleichstromtrassen erforderlich macht. Ilse Aigner betonte immer wieder, daß die Energiewende bürgerfreundlich und naturschonend gestaltet werden muß. Dies gilt sowohl für Stromtrassen wie auch den Ausbau der Erneuerbaren Energien und mögliche Speichertechnologien.

Beschlossen wurde eine optimierte Kombinationslösung aus allen drei Optionen, die in den europäischen Strommarkt eingebunden sein wird. Dieses Konzept wird in die Verhandlungen mit Berlin in den sogenannten Grünbuchprozess einfließen.

Müssen nun neue Pumpspeicherkraftwerke gebaut werden, um die Energiewende zu schaffen? Es mag sehr bitter sein für die Vispiron Engineering GmbH, die eine solche Anlage am Osser plant, aber Pumpspeicher werden im Abschluss-Dialogpapier zur Versorgungssicherheit mit keiner Silbe erwähnt. Überschüssigen Strom aus Windkraft- oder Photovoltaikanlagen in Pumpspeicherkraftwerken einzuspeichern und bei Strommangel wieder auszuspeichern ist keine Option um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Pumpspspeicher können nur Stunden oder Tage und nicht über Monate hinweg einen Energieausgleich schaffen. Anderslautende Formulierungen wurden auf Vorschlag des Aktionsbündnisses von den beteiligten Experten im abschließenden Ergebnisbericht über Speichertechnologien wieder richtig gestellt.

Pumpspeicher können kurzzeitige Last- oder Einspeiseschwankungen von fluktuierenden Erneuerbaren Energien ausgleichen, stehen allerdings dabei im Wettbewerb mit anderen Technologien. Wirtschaftlich ist dies derzeit aufgrund der Strombörsenpreise sehr kritisch. Die Gesamtbetriebskosten werden bei bei 1.500 Volllaststunden im Bereich von 5-6 Ct/kWh angegeben, hinzu kommen noch ca. 2 ct/kWh um den Pumpstrom einzukaufen. Als Verkaufspreis konnten aber 2014 durchschnittlich nur ca. 4 ct/kWh erzielt werden. Dies bedeutet, dass Pumpspeicher nur im hochspekulativen Regelenergiemarkt im günstigsten Fall kostendeckend betrieben werden können. Deshalb setzt Bayern zur Deckung des Strombedarfs bis 2050 auf Gaskraftwerke, die Strom zu einem Preis von 5 ct/kWh erzeugen können.

Die leistungsbezogenen Investitionskosten liegen nach den vorliegenden Erfahrungen in der Spanne von 700 bis 1.500 €/kW und werden im Durchschnitt mit 1.000 €/kW ermittelt. Vispiron kalkuliert laut Pressemitteilung vom 8. Sept. 2014 mit 1300 €/kW und liegt damit in den Kosten höher, als durchschnittliche Pumpspeicher. Eine Wirtschaftlichkeit für Neubauten ist deshalb nicht mehr gegeben – Vispiron behauptet aber das Gegenteil.

Ilse Aigners Aussage: „Neue PSW sind unter derzeitigen Marktbedingungen in der Regel nicht wirtschaftlich zu betreiben“ bleibt bestehen.

Im Ergebnisprotokoll ist auch festgehalten, dass es nicht möglich sein wird, dass Speichertechnologien unter den aktuellen Rahmenbedingungen in 2023 schon substanziell einen Beitrag leisten können, um eine Dunkelflaute zu überbrücken. Die Speicher können keinen großen Beitrag zur Schließung der Deckungslücke bei der erzeugten Strommenge von ca. 40 TWh leisten. Speicher können nur etwas speichern, was bereits erzeugt wurde!

Gefördert wird mittlerweile die Investition von Batteriespeichersystemen, welche zusammen mit Photovoltaikanlagen betrieben werden. Diese und größer dimensionierte

flüssige Wasserstoffträger (LOHC) Speichersysteme sind notwendig, um die regional erzeugten Produktionsspitzen aufzunehmen und bei höherem Bedarf zur Verfügung zu stellen. Sie leisten dabei einen Beitrag zur Entlastung des elektrischen Verteilernetzes. Der Vertreter der IG Metall regte an, eine Industrie für Batteriespeicher in Bayern zu errichten.

Langzeitspeicher, wie z. B. Power-to-Gas werden jedoch erst ab einem Anteil von etwa 60 % bis 80 % Erneuerbarer Energien für die Energiewende wichtig. Diese EE-Anteile werden nach heutigem Stand erst nach ca. 2035 erreicht. Ab diesen Zeitpunkt müssen saisonale Stromüberschüsse aus Erneuerbaren Energien unter Umständen monatelang gespeichert werden. Power-to-Gas Anlagen erfüllen diese Anforderung; das erzeugte Methan kann in bestehenden Gasspeichern gesammelt, um bei Bedarf in Gaskraftwerken wieder verstromt zu werden. Deshalb ist der Bau von modernen, hocheffizienten Gaskraftwerken sicher die richtige Weichenstellung.

Als Ergebnis wurde deshalb auch festgelegt, dass der Schwerpunkt des nächsten Jahrzehnts die Forschungsförderung sowie die Förderung von Demovorhaben für die Entwicklung neuer Speichertechnologien sein muss. Langzeitspeicher sind zwingend erforderlich, um Versorgungssicherheit bei hohen Erneuerbaren Energieanteilen zu gewährleisten.

Das Aktionsbündnis hat durch die Teilnahme am Energiedialog viele neue Erkenntnisse gewonnen und konnte wichtige Argumente einbringen. Die Argumente gegen den Bau des Pumpspeicherwerks am Osser wurden bestätigt.

Das Ergebnis des Energiedialogs liefert keinen Grund, die schützenswerte Natur am Osser und die Lebensqualität in den betroffenen Dörfern zu zerstören.

Ilse Aigner hat sich persönlich für unseren Einsatz in einer schriftlichen Mitteilung bedankt.

Christian Billig

Erwin Pfeffer

Aktionsbündnis „Gegen das Pumpspeicherwerk am Osser“

28.) 5.12.2014 – 2.2.2015

Teilnahme am Energiedialog in München

Erwin Pfeffer und Christian Billig von unserem Aktionsbündnis nahmen am Energiedialog des Wirtschaftsministeriums in München teil, nachdem sie am 27. November von Ministerin Ilse Aigner höchstpersönlich dazu eingeladen worden sind.

Dort arbeiteten sie bei insgesamt 4 Arbeitsgruppen in der Arbeitsgruppe 2 zum Thema ,,Speichertechnologien“ mit.

Die 1. Sitzung für unsere Aktionsmitglieder fand am 05.12.2014 statt. Insgesamt arbeiteten die beiden bei drei Plattformsitzungen und drei Arbeitsgruppensitzungen mit.

Am 21.01.2015 konnte Christian dann sogar ein Referat vor den über 300 Teilnehmern aus Wissenschaft, Industrie, Verbänden, Politik, Bürgerinitiativen und Ministerin Ilse Aigner über die Sicht des Aktionsbündnisses zum von Vispiron geplanten PSW am Osser halten.

Am 2. Februar 2015 war der letzte Sitzungstag des Energiedialogs. In der Zusammenfassung der Beiträge aus den Sitzungen von Ministerin Ilse Aigner kamen die PSW nicht mehr vor, weil sie keine nennenswerten Beiträge zur Energiewende leisten.

Vispiron war nicht eingeladen und daher auch nicht dabei!!

29.) 12. März 2015 – Besuch im PSW Reisach / Trausnitz – Wir machten uns ein Bild:

Reisach_PSW_Ztg_16-03-15

 12.03.2015

Das Aktionsbündnis organisierte für mehr als 40 Mitglieder und Interessierte eine Infofahrt in die Gemeinde Trausnitz zum Pumpspeicherkraftwerk in Reisach mit dem Hochspeicher Rabenleite, das schon seit 1960 in Betrieb ist.

Hier ist die nächste Wohnbebauung 2-3 km entfernt und die Fallhöhe beträgt nur rund 120m bzw. 180m. Der Betriebsleiter Egon Frey verhehlte nicht die schwierige Ertragssituation. Die Besucher kamen auch in den ,,Genuss“ der starken Vibration und der enormen Geräuschkulisse beim Umschalten der Turbinen in den Pumpbetrieb.

Außerdem konnten sie sich von dem tristen Anblick des mit Asphalt abgedichteten Hochspeichers Rabenleite überzeugen. Am idyllischen Baden wird man durch Schilder wie ,,Achtung Lebensgefahr!“ oder,, Betreten verboten!“ gehindert. Sogar Tiere dürfen hier nicht frei laufen, leider sind Wildtiere zu ihrem Schutz an keiner Leine!

Eine Touristenattraktion sieht anders aus!!!

30.) Sonntag, 26. April 2015 um 19.00 Uhr

Auflösung des Aktionsbündnisses

Gründung des Vereins ,,Schutzgemeinschaft Osser “ e.V.

Am Abend des 26. Aprils 2015 wurde im Gasthaus Sölln in Engelshütt das bisherige Aktionsbündnis aufgelöst. Gleichzeitig wurde die Gründung des  Vereins,,Schutzgemeinschaft Osser“ e.V. bekanntgegeben. In der von Erwin Molzan geleiteten Wahl durch 44 anwesende Gründungsmitglieder wurden folgende Personen gewählt:

  1. Vorsitzender               Christian Billig
  2. Vorsitzender               Erwin Pfeffer

Schriftführerin               Emmi Kollross

Kassier                             Walter Wanninger

Kassenprüfer                   Karin Billig und Stephan Koch

Als Beisitzer fungieren Erwin Molzan, Inge Molzan, Lucia Pfeffer, Paul und Edeltraut Winterstetter, Matthias Seidl, Franz Winter, Guido Kollross

Rechtsberater: Rechtsanwalt Professor Peter Löffelmann

Prominentes Gründungsmitglied: Professor Dr. Gabriele Krone-Schmalz

Der neue Vorsitzende Christian Billig berichtete über die derzeitige Sachlage und sprach die Hoffnung aus, dass möglichst viele Leute sich unserer Sache anschließen und sich auch mit den betroffenen Anwohnern solidarisch erklären. Nach wie vor werden wir sachlich, aber entschieden gegen diese Gefahr für unsere Heimat und unseren Osser vorgehen.

Der Beitrag für den Verein wird erst 2016 erhoben: 5.- Euro pro Person im Jahr 10.- Euro pro Familie im Jahr.

Um die Aufnahme im Verein wendet man sich an die Schriftführerin Emmi Kollross.

31.) Vispiron ,,informierte“ wieder einmal über das PSW – 20. Juni 2015

Da am 26.7. 2015 der Bürgerentscheid stattfindet, wollte die Firma Vispiron noch einmal in Lambach mit einer Veranstaltung am Samstag, den 20.Juni 2015 auf Stimmenfang gehen. Markus Birzer leitete als Moderator die Veranstaltung, als Redner für Vispiron kamen Maik Sinagowitz von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC, Eberhard Holstein von GrundGrün, der Hydrologe Robert Hurler für die Untersuchung des Wassers und Wolfgang Malecek von der Bernhard Ingenier Gruppe.

Zu sehen gab es wie erwartet wieder die alten sehr geschönten Computeranimationen der beiden Becken, dafür aber diesmal massive Versprechen an die Gemeinde, Bürger und Vereine. So versprach Roughani PSW-Beteiligungen, ein Energiekonzept für Lam, 20000 Euro im Jahr für die Vereine und natürlich vergünstigte Stromtarife. Aber alle Vereine außer dem Osserschützenverein Lambach lehnten das unseriöse Angebot entrüstet ab.

Christian Billig brachte es mit seiner Wortmeldung auf den Punkt: ,,Wir lassen uns nicht kaufen!!“ Auch Matthias Seidl zweifelte mit Recht das seltsame Demokratieverständnis des Herrn Roughani an! Eva Obermeier sah das Prädikat,,Luftkurort“für Lam durch den Bau in Gefahr, und Evi Kroner erklärte, dass der Tourismus dann so gut wie tot sei. Darauf meinte Schönberger, dass Engelshütt und Buchetbühl gar keine Luftkurorte wären, außerdem hätten seine Gutachter keine Kollision erkannt! Emmi Kollross zog die Berechnungen der Gewerbesteuer von PWC in Zweifel. Die Familie Reindl stellte unmissverständlich klar, dass bei einem Bau ein Wohnen neben dem Unterbecken mit Turbinenhaus nicht mehr möglich sei. Christian Billig nannte den Bau eine Dreistigkeit gegenüber sozialen Aspekten der Region! Erwin Pfeffer stellte klar, dass man mit diesem PSW nur eigene Profitinteressen verfolge und das Ganze mit der Region und mit der Energiewende sehr wenig bzw. gar nichts zu tun habe. Otto Neidhardt, Mitglied im Beirat, kritisierte, dass Vorschläge keinerlei Gehör fänden. Erwin Molzan brachte das regnerische Wetter und den nebelverhüllten Osser in Verbindung mit der Veranstaltung und meinte, dass sich der Osser ob dieser Veranstaltung gar nicht sehen lassen wollte und der Regen auch genau dazu passte! Er gab Roughani den Rat, endlich einzusehen, dass man ihn hier nicht haben will, dass er niemanden kaufen kann und er nun endlich aufgeben soll.

Rita Ablöscher brachte einen Ausspruch Churchills zum Ausdruck, der auf Roughani genau passt: Ich glaube nur den Gutachten, die ich selber in Auftrag gegeben und den Statistiken, die ich selber gefälscht habe.

Johann Beil kritisierte, dass die Firma Vispiron ohne jegliche Erfahrung in Bau und Geschäftsmodell PSW unseren Osser praktisch als Versuchskaninchen missbraucht und zerstört.

Paul Winterstetter bezeichnete es als einen schwarzen Tag, an dem die Firma Vispiron nach Lam gekommen war. Sie hat bis heute nur Streit, Unfrieden und Unheil hierher gebracht.

Emmi Kollross rief alle Gegner des PSW noch einmal zur Wahl auf und meinte an Roughani gerichtet: Wir werden gewinnen!! Auch verwies sie auf das Wort der Kirche bei einem NEIN beim Bürgerentscheid.

Interessant an der Veranstaltung waren mehrere Punkte:

Auf den Einwurf nach den kaputten Straßen durch die Bauzeit meinte doch Roughani, es läge am Verhandlungsgeschick der Gemeinde, wer die Wiederinstandsetzung danach bezahlt!

Die Becken werden nicht eingezäunt (Industrieanlage!!!!!) und wenn z.B. ein Kind hineinfällt, dann hätten eben die Eltern nicht aufgepasst! Man könne in den Becken auch baden, nur das Wasser wäre halt kalt!!!! Maik Sinagowitz erklärte, die Wirtschaftlichkeitsberechnung hätte die Firma Vispiron alleine erstellt, seine Firma hätte nur geprüft, ob sie plausibel ist!

Der Hydrologe Hurler bestätigte auf die Frage nach der Unversehrtheit unserer Osserquellen, dass niemand die Sicherheit des Trinkwassers garantieren könne. Hier kann man nur abschätzen, aber nichts mit Sicherheit sagen. Bei der ersten Veranstaltung Vispirons hat Roughani behauptet, dass Trinkwasser wäre zu 100% sicher!

Nun wird von Sprengungen auf dem Osser gesprochen, was vorher immer geleugnet wurde!!

Also ist unser Trinkwasser auf jeden Fall in großer Gefahr!!!!

Das zerstörerische Vorhaben dieser Firma muss mit allen rechtlichen Mitteln verhindert werden!

Geht alle zur Wahl am 26. Juli!!!

Stoppt das PSW, stoppt Vispiron, rettet unsere Heimat, rettet unser Trinkwasser!!

32.) Informationsveranstaltung der Schutzgemeinschaft Osser gegen ein PSW am 1. Juli 2015

Über 300 Bürgerinnen und Bürger drängten in den Saal des Hotels zur Post in Lam, als Erwin Molzan am Abend des 1. Juli 2015 um 19.30 Uhr die Veranstaltung eröffnete. Diesmal konnte er sogar den Bürgermeister Paul Roßberger mit seinen Stellvertretern und den stellvertretenden Landrat Müller begrüßen. Erwin Molzan betonte in seiner kurzen Ansprache, dass wir Bürger unserem Hausberg Osser helfen müssen, weil er sich nicht gegen die immer noch von Vispiron geplante unsägliche Industrieanlage PSW wehren könne. Die Planer dieser Firma haben keine Ehrfurcht vor der Natur und vor den Menschen, die um ihre Heimat fürchten. Er rief alle Bürger auf, an der Wahl teilzunehmen und mit einem klaren NEIN gegen dieses PSW zu stimmen. Seinen Aufruf untermauerte er mit dem schönen Osserlied, das er gekonnt und eindrucksvoll vortrug.

Nun folgte der erste Redner, Professor Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund Naturschutz in Deutschland.

Er bestätigte, dass dieses PSW mit der Energiewende nichts zu tun habe, sondern rein dem Geldverdienen dieser Firma diene. PSW sind nichts als Relikte einer vergangenen Stromerzeugung, denn die Energiezukunft besteht aus Energieeinsparung, einer dezentralen Bürger- Energiewende von unten, Batteriespeichertechnologien, Umrüstung bestehender Biogasanlagen und ökologisch vertretbarem Ausbau erneuerbarer Energie. Ein PSW auf dem Osser wäre ein technisches Mahnmal und würde die Ruhe in unserer Gegend zerstören. Wir haben bei uns eine intakte Natur, Wildbäche mit Gewässergüte eins, fantastische Plenterwälder, Ruhe und Qualität. Das soll in unserer Region auch weiterhin so bleiben. Das Bistum Regensburg sollte sich bewusst sein, dass der Wald Schöpfungswald sei und Geld nicht alles bedeutet. Am Schluss seiner Rede rief auch Professor Weiger die Lamer auf, ihre Heimat nicht kurzfristigen Gewinninteressen zu opfern, sondern zur Wahl zu gehen und mit NEIN gegen das PSW zu stimmen.

Recht und Wahrheit sind auf der Seite der Schutzgemeinschaft Osser gegen ein PSW, deren Engagement eine Umsetzung der Grundsätze der Bayrischen Verfassung, Artikel 141, ist.

MdL Dr. Karl Vetter folgte als nächster Redner. Er hatte die Aussagen und Versprechungen der Firma Vispiron genau unter die Lupe genommen und sich schon sehr gewundert. Bei ihm schrillten dabei alle Alarmglocken! Vispiron hat noch nie ein PSW gebaut, es gibt keine Garantien für die versprochenen Gewerbeeinnahmen und für den Rückbau. Außerdem fehle die persönliche Verantwortung des Investors. Zudem unterstellte er dieser Firma ein fehlendes Demokratieverständnis ob der Vereinsspenden und Versprechungen.

Chams Bürgermeisterin Karin Bucher berichtete als nächste Rednerin von ihren Erfahrungen mit dem Biomasseheizwerk. Die kommunalen Stadtwerke haben knapp die Hälfte der Anteile an der Betreibergesellschaft. Ziel war nicht eine Gewinnorientierung. Sie empfahl den Lamer Bürgern Skepsis gegenüber einem Investor zu zeigen, der kein eigenes Geld einbringe.

Nun war der gebürtige Lamer Professor Peter Löffelmann an der Reihe. Er kommt oft nach Lam in sein Elternhaus, um hier seinen Urlaub zu verbringen. Das PSW würde den einmaligen Lagevorteil unseres Lamer Winkels als Urlaubsgebiet zerstören und dem Tourismus die wirtschaftliche Grundlage entziehen. Die Menschen müssten eine Wertminderung ihres Eigentums in Kauf nehmen und wären noch dazu gesundheitsgefährdeten Belästigungen ausgesetzt. Unser gutes Quellwasser sei außerdem in höchster Gefahr. Die Firma Vispiron, die mehr als die Hälfte seiner Einnahmen mit der Vermittlung von Leiharbeit verdient, sucht mit diesem PSW nur ein neues Geschäftsfeld. Dieses geplante PSW verstößt gegen die Landesraumordnung, es ist aufgrund der aufwändigen Behälterkonstruktion und wegen des zerklüfteten Gesteins am Osser bautechnisch nicht realisierbar, durch die Betoninjektionen und die riesigen Betonbehälter wird das Trinkwasser mit Sicherheit verunreinigt. Der Wasserbeschaffungsverband müsste die Quellen eigentlich schützen. Die genannte Gewerbesteuer sei eine reine Fiktion, ein schöner Traum ohne jede Substanz. Die drei Bürgermeister sollten sich endlich zu den Einheimischen bekennen, von denen sie den Wahlauftrag erhalten haben, Schaden von der Gemeinde abzuwenden. Der potentielle Heimatzerstörer ist endgültig zu verabschieden! Den beiden Osserpaten Bergbauer und Paulus gab er den Rat, ihre Patenschaft aufgrund ihrer Befürwortung für das PSW zurückzugeben.

Unser Vereinsvorsitzender Christian Billig fasste nochmals alles zusammen, bedankte sich bei den großartigen Rednern und forderte alle Bürgerinnen und Bürger Lams auf, zur Wahl zu gehen und mit NEIN zu stimmen. Anschließend folgte eine Diskussion, in der wieder einmal sehr deutlich wurde, wie groß der Widerstand gegen dieses PSW am Osser und die Angst vor dessen negativen Auswirkungen in der Bevölkerung sind.

Lassen Sie ihr Herz, Heimatgefühl und Verstand entscheiden, stimmen Sie mit einem klaren NEIN gegen dieses PSW am Osser!!! Wir Bürger haben es jetzt in der Hand, es geht nicht über unsere Köpfe!!!! Wir wollen dieses unsägliche PSW nicht!!!

33.)  16. Juli 2015  Informationsveranstaltung der Schutzgemeinschaft Osser

Bis auf den letzten Platz war der Saal des Hotel Bayerwald gefüllt, als die Schutzgemeinschaft am Abend des 16.7.2015 noch einmal die Bevölkerung informierte.

Der Vorsitzende Christian Billig begrüßte die Anwesenden und freute sich besonders über das Kommen von Professor Peter Löffelmann und Kötztings Vitzebürgermeister Wolfgang Pilz.

Aus der angekündigten Videobotschaft von Professor Sterner von der OTH Regensburg, einem der wichtigsten Energiewissenschaftler Deutschlands, gingen wichtige Aussagen hervor. Pumpspeicher sind nur eine Option, aber sie arbeiten nicht wirtschaftlich. Der Regelmarkt, in dem sie einsteigen möchten, sei völlig unsicher.

Das Speicherproblem ist eigentlich technisch gelöst. In Kombination mit Wind und Sonne wird Gas hergestellt und in BHKWs genutzt. Gasnetze haben eine Riesenkapazität und Gas in Form von Power- to- Gas ist der billigste Speicher. Batteriekraftwerke sind turnhallengroß und rechnen sich richtig. Sie reagieren außerdem viel schneller als PSW und verursachen bei weitem keinen solch massiven Eingriff in die Natur. Doch Vispiron wäre schon soweit in der Vorplanung, dass sie deshalb das Projekt unbedingt realisieren wollen. Doch wenn sich PSW nicht rechnen und es außerdem schon bessere Speicher gibt, mache es überhaupt keinen Sinn, neue zu bauen.

Christian Billig stellte ein aktuelles Papier von CDU/ CSU und SPD mit den Eckpunkten der Energiewende vor. Darin tauchen PSW überhaupt nicht mehr auf. Bayern werde im Gegenteil zwei neue Gaskraftwerke bauen. Seit 25 Jahren ist in Deutschland kein PSW mehr gebaut worden, die Zukunft geht woanders hin. Deshalb lassen wir uns so eine Industrieanlage nicht her bauen!

Erwin Pfeffer kommentierte die Broschüren von Vispiron. Wie gewohnt enthalten sie falsche, verharmlosende Darstellungen und abwegige Behauptungen, z.B. dass die Wanderwege nicht verlegt werden oder dass man sich im oberen Becken erfrischen kann.

Otto Neidhard wies darauf hin, dass die genannten Arbeitskräfte von Vispiron wohl kaum aus unserer Gegend stammen werden. Er bezweifelte auch die Dammfestigkeit des oberen Beckens.

Paul Winterstetter erzählte von einem sehr aufschlussreichen Gespräch mit dem Statiker einer Baufirma, woraus hervorging, dass die Bauweise der Becken nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. Mit Bruchsteinen z.B. kann man eine Gartenmauer bauen, aber bestimmt kein Speicherbecken!

Wolfgang Pilz übermittelte unserer Schutzgemeinschaft die moralische Unterstützung von Haindling und Landshuts Altbürgermeister Josef Deimer.

Erwin Molzan gab sich zuversichtlich, dass die Wahl am 26. 7. 2015 zu unseren Gunsten ausfällt und erinnerte noch einmal an die Versprechungen der Kirche und des Landratsamtes.

Christian Billig beschloss dann die sehr aufschlussreiche Veranstaltung.

Bürgerentscheid – 26. Juli 2015

Lams Bürger stimmen mit 85% gegen das PSW !

Beim Bürgerentscheid am Sonntag, dem 27.7.2015 gingen 1749 Lamer Bürger zur Wahl.

Damit lag die Wahlbeteiligung bei 78 Prozent aller Wahlberechtigten.

1485 Lamer, das waren 84,91%, sprachen sich mit einem NEIN deutlich gegen das PSW auf unserem Osser aus, nur 269, also 14,87%, waren dafür. Bei der Briefwahl betrugen die NEIN-Stimmen 87%, die Befürworter dagegen nur 13%.

Mit Herz, Verstand und Vernunft haben damit die meisten Lamer Stellung gegen dieses zerstörerische Projekt bezogen.

Noch am Abend des gleichen Tages gab der Bischöfliche Stuhl in Regensburg bekannt, dass die Kirche das benötigte Grundstück am Osser der Firma Vispiron nicht mehr zur Verfügung stellt!

Bürgermeister Paul Roßberger erklärte, der Markt Lam werde nun alles tun, um das Projekt PSW zu verhindern.

Nur Vispiron Chef Roughani will weiter am Raumordnungsverfahren festhalten und droht wieder einmal, dass er das Projekt nicht beerdigen will.

Nun liegt es an der Regierung, ob auch das Raumordnungsverfahren beendet wird, da ja beim PSW eine faktische Nicht- Durchführbarkeit besteht.

Hurra, die deutliche Mehrheit der Lamer hat eben doch fest zusammengehalten und gemeinsam dieses unnötige PSW verhindert und die Heimat vor großem Schaden bewahrt!

Nun kann wieder Ruhe und Frieden einkehren im Lamer Winkel, und unser Osser steht auch in Zukunft in seiner ganzen Pracht den Menschen als Erholungsort zur Verfügung.

Alle miteinander haben wir unseren Osser und unsere Heimat beschützt und erhalten.

13. August 2015

Endlich ist das PSW vom Tisch!!!

Am 13. August 2015 gab die Regierung der Oberpfalz bekannt, dass das Raumordnungsverfahren PSW am Osser eingestellt wurde. Damit ist das zerstörerische Vorhaben vom Tisch.

An dieser Stelle gebührt auch der Kirche in Regensburg ein herzliches Vergelt s Gott, weil sie durch ihre Entscheidung erheblich dazu beigetragen hat.

Die meisten Lamer (wir erinnern uns: 85% aller Wahlberechtigten!) haben bestimmt mit Freude und unbändiger Erleichterung auf diese Nachricht reagiert.

Auch in der Schutzgemeinschaft Osser herrschte große Erleichterung, da man ja bis zuletzt gebangt hatte, nachdem trotz des Wahlergebnisses das ROV zunächst weiterlief.

Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt für einige gekommen, einmal gründlich nachzudenken.

Wir auf jeden Fall sind froh, das unsere Heimat intakt und wunderbar bleibt, dass wir weiterhin unser gutes kostbares Trinkwasser ohne Sorge trinken können, dass unser Hausberg, der Osser, weiterhin einer der schönsten Berge Bayerns genannt werden darf und nicht mehr bedroht wird.

Danke an alle, die mitgeholfen haben, das PSW zu verhindern.